Salvatorianerinnen in Deutschland

Er ist auferstanden!

"Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. ... der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten." (Mt 28)

Das Kapitell aus der Kathedrale von Autun in Burgund (Frankreich) illustriert das Geschehen. Während eine der Frauen ihren Blick auf den Engel gerichtet hat, schaut die zweite Frau in die Ferne.
Ist sie noch so sehr in ihrer Trauer versunken, dass sie den Engel des Herrn mit seiner Froh-Botschaft (noch) nicht sehen kann?
Oder hört sie schon den Auftrag des Engels und ahnt, dass die Männer ihre Botschaft des Lebens erst einmal nicht glauben werden? Kirchenväter des 3. und 4. Jahrhunderts nannten Maria von Magdala "Apostola apostolorum" "Apostelin der Apostel" - aus ihrer Trauer wird Freude. Sie bringt die Botschaft der Auferstehung.