Salvatorianerinnen in Deutschland

Rebellen zerstören Niederlassungen im Kongo

Seit ein paar Wochen bekommen wir immer wieder erschreckende Nachrichten aus dem Kongo. Schwestern und Mitbrüder mussten aus zwei Niederlassungen fliehen.

Inzwischen berichtete auch Radio Vatican.

Sr. Melpomène schreibt am 5.4.17 aus Kolwesi (Original Französisch):

Nachdem die Schwestern und Patres die Mission in Kalamba verlassen hatten, wurden die beiden Konvente (der Schwestern und Patres) komplett geplündert, ausgeraubt und zerstört. Es wurden auch Teile der beiden Gebäude niedergebrannt... ein schrecklicher Anblick! Nichts blieb in den Häusern übrig, alles wurde mitgenommen, sogar Gabeln, Löffel usw. All dies ist wirklich  umwerfend zu sehen.

Die gesamte liturgische Ausstattung wurde verbrannt und die Dispens der Schwestern geplündert.  Die Patienten wurden fortgeschickt – einige davon sind noch krank. 

Ein Arzt war dort geblieben, hatte sich aber versteckt. Die Rebellen suchten nach ihm, denn sie glaubten, dass er die Schwestern im Krankenhaus versteckt hätte. Der Arzt konnte alles aus der Ferne beobachten.

Als die Rebellen im Krankenhaus ankamen, schauten sie zunächst in allen Räumen und Büros nach den Schwestern und Patres und konnten sie nicht finden. Sie befahlen den Patienten, das Krankenhaus zu verlassen, ohne zu zahlen.

Noch am Abend waren die Rebellen in unseren Häusern und in der Nähe der Kirche in Kalamba beschäftigt.  Das ist also die heutige Situation. Ab 14.45 Uhr  brachen sie alle Türen auf, verwüsteten beide Gemeinschaften (der Schwestern und der Patres) und nahmen obendrein alles mit, was sie in den Häusern in Kalamba finden konnten.

Um 20.00 Uhr kamen die Schwestern aus Kalamba in Ntita an.

Heute früh schickte die Gemeinschaft in Ntita einen Trecker, um das Auto der Schwestern aus  Kambamb zu befreien, das im Schlamm auf der Landstrasse stecken geblieben war.

Mit euch vereint im Gebet,

Sr. Melpomène, sds