Wir danke für 125 Jahre Bestehen unserer Ordensgemeinschaft.
Der SDS-Chor unter der Leitung von Bernhard Schürkens unterstützt die Festgemeinde musikalisch.
P. Hubert Veeser SDS, Provinzial der deutschen Provinz der Salvatorianer, zelbrierte den Festgottesdienst.
Gelegenheit, sich zu Informieren
Ein wenig ausruhen...
Von links nach rechts:
Herr Wilhelm Müller, Frau Nicola Dohr, Sr. Teresa Schlackl, P. Gerry Gregoor  SDS, P. Sebastian Cheeramvelil, Sr. Klara-Maria Breher, Frau Karin Kortmann.
Frau Kortmann mit Sr. Klara-Maria Breher.
Frau Kortmann (Mitte) mit den Vertretern der GSL: Hr. Wilhelm Müller und Frau Nicola Dohr.

125 Jahre Salvatorianerinnen - Feier im Provinzhaus Horrem

Sieben Jahre nachdem der Freiburger Priester und spätere Pater Franziskus Maria vom Kreuze Jordan in Rom die "Gesellschaft des Göttlichen Heilands" ins Leben gerufen hatte, gründete er dort am 8. Dezember 1888 mit der aus Korschenbroich stammenden Freifrau Therese von Wüllenweber, der sel. Maria von den Aposteln, die Ordensgemeinschaft der "Schwestern vom Göttlichen Heiland".

Heute, 125 Jahre später, wirken rund 1.150 Salvatorianerinnen in 29 Ländern der Erde, auf vier Kontinenten.  Seit 1952 sind die Schwestern auch in Kerpen-Horrem tätig, wo sie u.a. eine Mädchen-Realschule und ein Bildungs- und Exerzitienhaus unterhalten. Zudem befindet sich dort auch die deutsche Missionszentrale, die Verbindungen schafft zwischen den Schwestern und Projekten im Ausland und den vielen Freiwilligen und Spendern, die sich für das weltweite salvatorianische Wirken engagieren.  Die mitgliederstarken Jahre sind längst Geschichte. Hatte die Gemeinschaft bis in die 60ger Jahre hinein noch weit über 400 Ordensschwestern in Deutschland, so leben und arbeiten heute noch 125 Schwestern an insgesamt sieben Standorten.

Zusammen mit den Salvatorianern und den salvatorianischen Laien bilden die Schwestern die große salvatorianische Familie. Und so war es denn auch eine Art Familientreffen, zu dem die Schwestern am 7. Dezember viele Patres, Laien, Freunde, Mitarbeiter und Gäste ins Provinzhaus nach Kerpen-Horrem eingeladen hatten, um gemeinsam den 125 Jahrestag der Gründung zu feiern. In seiner Predigt während der Festmesse betonte Pater Hubert Veeser, Provinzial der Salvatorianer, dass wir – erfolgsverwöhnt und am steten Wachstum orientiert – den Blick keineswegs nur auf Zahlen richten dürfen. Wir sind vielmehr aufgefordert die Blickrichtung zu ändern, die Anfragen unserer Zeit zu erkennen und mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Menschen darauf zu antworten. Die Qualität unserer Botschaft ist nicht abhängig von der Zahl derer, die sie verbreiten – eine jede, ein jeder ist gefordert, Zeugnis zu geben und sich einzusetzen.

Um glaubwürdige und zeitgemäße Antworten, um persönliche Glaubenszeugnisse und Aufgaben von Kirche und Orden auch an neuen Orten, ging es im anschließenden Podiumsgespräch. Je zwei Schwestern (Sr. Teresa Schlackl, Mitglied der Generalleitung und Klara-Maria Breher, Provinzleiterin), Patres (P. Gerry Gregoor  SDS, Belgien, P. Sebastian Cheeramvelil SDS, Indien, z.Zt. Münster) und Laien (Frau Nicola Dohr, Herr Wilhelm Müller) stellten sich den Fragen von Karin Kortmann, stellvertretende Vorsitzende des Zentralkomitees der dt. Katholiken (ZDK)  zum Thema "Salvatorianische Familie heute und morgen".

Vor dem Hintergrund ihrer verschiedenen beruflichen Tätigkeiten oder Aufgaben innerhalb des Ordens (an Einsatzorten in Deutschland und im Ausland) waren sich alle Gesprächspartner einig, dass  Kirche und Orden Mut haben müssen, ganz im Sinne von Papst Franziskus , bislang unbekannte und unkonventionelle Wege der Verbreitung der Frohen Botschaft zu gehen, um die Herzen der Menschen zu erreichen. Dazu bedarf es einer aufsuchenden Pastoral, stärkerer gesellschaftspolitischem Einmischung, einer Veränderung in Köpfen, Herzen und im Lebensstil und sicher auch der Salvatorianerinnen, die als Frauen für Hoffnung, mutig neue Wege gehen.

Es war ein gelungener Festtag mit einem dankbaren Blick zurück auf 125 salvatorianisches  Wirken, mit einem kritischen Blick auf die Herausforderungen im Heute und einem hoffnungsvollen und durchaus mutigen Blick in die Zukunft. Denn in einem sind sich Schwestern, Patres und Laien einig – so wie Gott in den zurückliegenden Jahre jede Handreichung und jeden Dienst am Nächsten mit seinem Segen begleitet hat, so wird er dies auch heute und in Zukunft tun.

Ursula Schulten