Das gut gefüllte Refektorium.
Zunächst wird bei Kaffee und Kuchen 'vertällt'.
Im Gespräch vertieft.
Wie geht das Programm denn morgen weiter?
Herr Schrammel beginnt, den Erzählteil zu moderieren.
Ehemalige Mitarbeiterinnen aus Pflege und Wäscherei sind ebenfalls zum erzählen gekommen.
Sr. Gisela, unsere 'Pionierin' in Neuwerk weiß noch viele Anekdoten aus der Anfangszeit.
Auch Sr. Esther kann viel aus den Krankensälen und vom Nachtdienst erzählen...
Es scheint auf jeden Fall lustig zu sein.
Auch das gehört dazu: Berge von Geschirr.
Wie war das nochmal? Ein-Blicke in die Hauschronik.
Pfarrer Dr. Bruners nimmt das Tagesthema in seiner Predigt auf und vertällt auch einiges.

19.01.2011: zuhause ... wett völl vertällt

Heute ist Erzähltag.

Am Nachmittag dürfen wir an die 80 Gäste zum Kaffee trinken und Kuchen essen begrüßen. Dazu kommen noch viele Schwestern, so dass das Refektorium, unser klösterlicher Speisesaal, wieder gut gefüllt ist.

Herr Helmut Schrammel führt durch den Nachmittag. Schwester Gisela, die als erste Salvatorianerin im Dezember 1960 nach Neuwerk kam erzählte viele Begebenheiten aus der Anfangszeit. Sr. Esther, Sr. Gertraud und Sr. Margret ergänzten etliche Anekdoten aus dem Krankenhausalltag. Die drei waren als Krankenpflegeschülerinnen schon zur Zeit der Franziskanerinnen im Krankenhaus. Sr. Gisela erfuhr nach 50 Jahren, dass sie am Neujahrstag 1961 nicht ganz ohne Grund relativ lange in einem Aufzug feststeckte - der Bote, der den rettenden Handwerker holen sollte, hatte sich für die neuen Schwestern nicht besonders beeilt. Die Gedanken und heimlichen Wünsche, die die damaligen Pflegeschülerinnen damals hatten, sind nicht aufschreibbar...

Drei Mitarbeiterinnen aus der Zeit des Übergangs zwischen Franziskanerinnen und Salvatorianerinnen im Krankenhaus Neuwerk erzählten ebenfalls von ihren Erfahrungen mit den Schwestern.

Geschichten aus den Krankenzimmern brachten die gespannt Zuhörenden immer wieder zum Lachen. Und einige konnten gar nicht anders, ergriffen das Mikro und das Wort und erzählten ebenfalls Geschichten aus dem Krankenhausleben.

Mit dem Bau des neuen Krankenhauses 1964 sind ebenfalls Geschichten und Geschichtchen verbunden. Der "Vatican", das Haus des Hausgeistlichen, drohte in eine Baugrube zu rutschen. Der Abriss war nötig, konnte vor Ort nicht entschieden werden, da sich sowohl der Architekt, als auch die leitenden Schwestern der dt. Provinz zu der Zeit beim Generalkapitel in Rom befanden. Man schrieb also nach Rom, es wurde entschieden, und der Architekt sandte ein lateinisches Telegramm: "Vatican kann abgerissen werden". Die Aufregung und die Verwicklungen am römischen Postschalter kann man sich vorstellen...

Auch in der Eucharistiefeier wurde viel "vertällt". Pfarrer Dr. Wilhelm Bruners griff das Thema auf und übertrug die Erzählung von der Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand (Mk 3,1-6) auf die heutige Zeit und die Situation der Kirche. Ein Kernpunkt seiner Predigt war die Aufforderung an alle, nicht nur viel zu "vertällen", sondern auch zu handeln und Worte in Taten umzusetzen.

zuhause  ...jetzt und hier   ... in der ganzen Welt    ... der Therese von Wüllenweber   ... beginnt jeder Weg    ... hinter Klostermauern  ... sind alle Willkommen

Presseecho