Ansichten aus dem Provinzhaus

Tag der offenen Klöster im Provinzhaus der Salvatorianerinnen in Kerpen-Horrem

In Horrem hatten wir ab 14.00 Uhr zu Rundgängen durch Kloster, Bildungshaus und Parkanlagen, Besuch einer Ausstellung über die Ordensgründung, PPP mit Infos zum Wirken der Gemeinschaft in Deutschland insgesamt, zu Begegnung und Gesprächen unterwegs und zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Gleich ab 14.00 Uhr kamen die ersten Besucher Einzelpersonen, Ehepaare unterschiedlichen Alters, Familien mit Kindern. Beweggründe für den Besuch waren überwiegend Neugier, Interesse und der Wunsch nach persönlicher Begegnung. „Wir wohnen nicht allzu weit entfernt, wissen auch, dass hier ein Kloster ist, waren aber noch nie da und wollten jetzt mal schauen, wie es hier aussieht und wie sie so leben.“

Es kamen Fragen zu Entstehung und Geschichte des Ordens – deutlich mehr jedoch zum Leben im hier und heute. Deutlich wurde, dass viele Menschen mit dem Wort Kloster alte Gebäude, dicke Mauern, zurückgezogenes Leben vermuten und in Verbindung bringen – entsprechend groß war das Erstaunen, dass alles so ‚offen‘ und ‚normal‘ ist. „Ein Kloster ist also nicht unbedingt etwas mysterisch Geheimnisvolles, sondern ein Ort, den man auch an allen Tagen aufsuchen kann, nicht nur an einem Tag wie heute“  – so die Antwort eines Besuchers. Einige Besucher waren irritiert, überwiegend alte Ordensfrauen zu treffen: „Haben denn auch noch jüngere?“ – ebenfalls eine wiederholt gestellte Frage und „Was passiert denn, wenn sie das nicht mehr können?“

Ach wenn das schlechte Wetter vielleicht den ein oder anderen abgehalten hat – wir waren von der Resonanz insgesamt positiv überrascht: gut 80 Besucher in rd. drei Stunden an diesem Nachmittag, der mit der Vesper um 17.00 Uhr endete.

Der Tag der offenen Klöster war eine gelungene Veranstaltung, die sicher dazu beigetragen hat, Orden und Ordensleben in heutiger Zeit und Gesellschaft auch denen ein Stück näher zu bringen, die ansonsten kaum Berührungspunkte haben – allerdings auch keine Berührungsängste.

Das Interesse der Presse war groß – es gab Anfragen und Interviews im Vorfeld (Kölner-Stadt-Anzeiger, Rhein-Erft, "Schwestern wollen bei Menschen sein" 08.05.2014) und anschließend (Rhein-Erft-Rundschau, "Leben hinter Klostermauern" 11.05.2014).

Ursula Schulten