Salvatorianerinnen in Deutschland

07.11.2009

12. Salvatorianischer Begegnungstag

"Kinder Abrahams. Konsequenzen für Juden, Christen und Muslime in Europa" Referent: Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Universität Tübingen

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Ort: Mädchen-Realschule Mater Salvatoris, 50169 Kerpen-Horrem

Zeit: Samstag, 7. November 2009, 9:30 Uhr bis ca. 17:30 Uhr.

Wie nie zuvor in seiner Geschichte ist unser Land mit der Herausforderung der Koexistenz verschiedener Religionen konfrontiert. Ein erneuertes Judentum ist entstanden. Rund 3 Millionen nomineller Musline leben bei uns, europaweit sind es 8-10 Millionen. Das alles geht nicht ohne Spannungen und Konflikte ab. Neue Lernprozesse sind nötig. Eine neue Grundlagenbesinnung auf Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. Man weiß auf allen Seiten zu wenig voneinander.

Dabei ist entscheidend zu sehen: Juden, Christen und Muslime haben gemeinsame ethische und religiöse Wurzeln. Sie teilen Überlieferungen miteinander, die sie nicht mit Religionen asiatischen Ursprungs teilen. Überlieferungen von Adam und Noach, von Moses, Joseph, David und Jesus, vor allem aber auch von Abraham, im Koran Ibrahim genannt.

In Abraham und seinem Vertrauen auf den einen Schöpfergott verehren Juden, Christen und Muslime den "Vater" ihres Glaubens. Nehmen alle drei Glaubensgemeinschaften diese ihr abrahamitisches Wurzelwerk ernst, hätte das praktische Konsequenzen für ihr Miteinander in Europa.

Der Vortrag von Prof. Kuschel, einem der profiliertesten Vertreter eines "Trialogs" von Juden, Christen und Muslimen in Deutschland, legt dieses Wurzelwerk frei und zieht für heute daraus konkrete Folgerungen.