Januar

"Preist den Herrn, Eis und Kälte; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!"

Na, ich weiß nicht.

Morgens, gefühlt weit vor dem Aufstehen, beim Abkratzen eines vereisten Autos, ist ein Satz wie "Preist den Herrn, Eis und Kälte; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!" gar nicht schön.

Kalte Finger trotz Handschuhe, Autoscheiben, die nicht klar werden wollen, blendende Scheinwerfer, Nacht bis weit in den Vormittag hinein ...
Winter ist d...., und an Weihnachten freut es mich (u.a.) ganz besonders, dass ab da die Tage wieder länger werden.

Aber wenn dann ein klarer Winterhimmel mit freien Stunden zusammenfällt,
der innere Schweinehund im Schrank versteckt ist,
ich mal wieder draußen Sonnenlicht tanke,
und die Wirkungen der Kälte in Form von Raureifkristallen bewundern kann,
dann kann ich mit vollem Herzen in den Gesang der drei Jünglinge im Feuerofen einstimmen:

Preist den Herrn, Frost und Hitze; /
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, Tau und Schnee; /
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, Eis und Kälte; /
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, Raureif und Schnee; /
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
(Dan 3,67-70)

Sr. Angela Cöppicus SDS