Verabschiedung IN Berlin

IN einer kleinen Feierstunde verabschiedeten sich die Schulgemeinden der katholischen Schule Salvator IN Berlin sowie Mitglieder der Kirchengemeinde Maria Gnaden am Freitag, 27. September 2013 von den Salvatorianerinnen. Der Standort Berlin wird vorübergehend ruhen gelassen. Der Caritasverband (Caritas Altenhilfe IN Berlin) hatte bereits Anfang September die Schwestern im Rahmen eines feierlichen Mittagessens im Franz-Jordan-Stift verabschiedet. Neben musikalischen Darbietungen aus Grund- und Oberschule dankte u.a. Herr von Stülpnagel für den Schulträger dem Orden - und besonders Schwester Felizitas - für ihren jahrelangen Einsatz IN den Schulen. Hier die einführenden Worte IN den Gottesdienst von Herrn Klaus von Poblotzki: Liebe Salvatorianerinnen, liebe Schulgemeinschaft, wir haben uns heute hier eingefunden, um gemeinsam den Salvatortag zu feiern. Eigentlich, so IN den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten immer ein freudiges Ereignis. Heute ist diese Stimmung etwas getrübt, denn es heißt Abschied nehmen. Abschied nehmen von Ihnen als Person, als Geschenk Gottes, und Abschied nehmen von Ihnen als Wegbegleiter, als Richtungs- und Wegweiser die Jahre Ihrer Arbeit hier als Begründerinnen der Schule und der Prägung von Generationen, die hier die Schule besuchten. Zu diesen Menschen gehöre auch ich, und das hat mein Leben eindrucksvoll geprägt. Ich weiß um einige andere Kollegen oder Kolleginnen, die sich dem sofort anschließen und gerade diesen Abdruck, den Sie IN uns hinterlassen haben, absolut zu schätzen wissen. Und deshalb habe ich für diesen Gottesdienst auch das Thema „Wege“ gewählt. Wir sind gemeinsam Wege gegangen, immer im Sinne von Pater Jordan und Mutter Maria.  So war immer der Schüler, die Schülerin, im Focus Ihrer Arbeit hier IN der Schule, IN der Betreuung der Gemeinden der Mensch, genau so wie IN der Arbeit im Franz Jordan Stift, im Altenheim und ALL ihren Wirkungsstätten hier IN Berlin. Der Mensch, das war das Wichtigste IN Pater Jordan’s Augen. So schrieb er: Solange noch ein einziger Mensch auf Erden ist, der GOTT nicht kennt, noch über alles liebt darfst du keinen Augenblick ruhen. Das ist nicht Fanatismus, das ist Sorge um das Heil der Menschen. Und IN dieser Sorge haben Sie, liebe Schwestern hier IN Berlin gewirkt. Sie haben nicht immer den aktuell gültigen Konventionen entsprochen, sondern Sie haben diverse Entscheidungen und Lebenshilfen gegeben, die weit dem seinerzeit herrschenden Geist der Kirche vorauseilten. Ich weiß, dass Sie sich dafür eingesetzt hatten, dass auch Geschiedene hier an der Schule weiter unterrichten durften. Ich weiß,  dass Sie recht intensive Betreuung IN Einzelfällen betrieben haben, und das nicht nur IN ein oder zwei Fällen. Ich weiß, dass Sie diejenigen waren, die den größten  Teil der Schulseelsorge hier gestaltet haben, und das immer historisch mindestens einen Schritt voraus. Und Sie haben im EBO für Dinge gekämpft, die nach normalem Kirchenrecht nicht hätten stattfinden dürfen. Es gibt noch diverse Dinge, die es zu erzählen gäbe, jedoch würde das die Zeit sprengen. Wenn es heute im Johannesevangelium heißt, dass Jesus sagt: „ich BIN der Weg, denn ich BIN die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht!“, dann BIN ich davon überzeugt, dass Sie immer aus diesem Vertrauen IN Gottes Zusage für uns gehandelt haben. Und so wird auch ihre Zukunft von diesem Vertrauen auf dem Weg mit Gott vorhanden sein und ihr Leben prägen, so hoffe ich. Dass jedoch hier ein tiefer Schnitt entsteht, das lässt sich nicht verleugnen, und ich hoffe zuversichtlich, dass wir IN Ihrem Geist hier weiter das Schulleben gestalten können. Wir wissen nicht, was uns die Zukunft bringt, jedoch wissen wir, dass Sie uns hier fehlen werden. Schon alleine Ihre Präsenz, nicht nur IN der Hauptstadt Berlin, sondern gerade hier für unseren Schulbereich, ist von enormer Wichtigkeit gewesen. So ist es heute IN diesem Gottesdienst Zeit dafür Dank zu sagen. Danke für Ihr geistiges Wirken, danke dafür, dass wir mit Ihnen hier zusammen wirken durften, danke dafür, dass wir durch sie den Geist Pater Franziskus Jordan erfahren durften, und dank dafür, dass wir IN Jesus Christus zusammen weiter an dem Werk Pater Franziskus Jordans weiter arbeiten dürfen.  Jeder an seiner Stelle, an seinem Platz, jeder mit seinen Fähigkeiten und Talenten. In diesem Sinne wollen wir Eucharistie feiern und Gott Dank sagen, verbunden mit der Hoffnung auf einen Weg, der IN die Zukunft weist, IN der Gewissheit, dass Gott uns durch Jesus Christus und den Heiligen Geist nicht alleine lässt, sondern wir durch seine Begleitung Zukunft und Hoffnung erfahren.  Foto: kath. Schule Salvator, Berlin