Seit 100 Jahren wirken die Salvatorianerinnen auch in Deutschland

Im Kloster Steinfeld/Eifel begannen die Salvatorianerinnen im September 1916 ihre erste Niederlassung und wirkten in der Erziehungshilfe. Nach der Gründung der internationalen apostolisch-missionarischen Gemeinschaft im Jahre 1888 in Tivoli bei Rom, konnten die Schwestern sich in Deutschland aufgrund der Kulturkampfgesetze nicht niederlassen. Mit Beginn des 1. Weltkrieges 1914 fühlten sich deutschstämmige Schwestern, die in verschiedenen Ländern tätig waren, aufgerufen im Reservelazarett in München zu helfen.  Daraus entwickelte sich die Situation, in Deutschland ganz Fuß fassen zu können. Die Salvatorianerinnen wirkten in diesen 100 Jahren in Deutschland an über 60 Orten.

Am 8. September 2016  fanden die Feierlichkeiten zu diesem Anlass im Kloster Steinfeld statt. Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, Aachen, Provinzial P. Hubert Veeser SDS, München, Bischofsvikar Dr. Markus Hofmann und viele Salvatorianer  feierten die Eucharistie in der Basilika Steinfeld mit vielen geladene Gästen und Schwestern aus verschieden Orten. Besonders erfreut waren wir über den Besuch der Generalleiterin Schwester Edith Bramberger und den Mitgliedern des Generalates, die aus Rom anreisten. Ebenso waren Salvatorianerinnen  aus einigen Nachbarländern gekommen, um mit uns dankbar an die salvatorianischen Geschichte in Deutschland zu erinnern. Nach dem festlichen Gottesdienst fand ein  Umtrunk mit herzlicher Wiedersehensfreude im Kreuzgang des Klosters statt. Beim Festakt in der Aula der Schule stand im Mittelpunkt die Präsentation der Dokumentation über die Anfänge der Salvatorianerinnen in Deutschland von Johan Moris und Schwester Marianne Stracke. Johan Moris ist seit über 40 Jahren salvatorianischer Geschichtsforscher, er ist Archivar der Belgischen Provinz der Salvatorianer und Mitglied der historischen Kommission der Salvatorianer. Schwester Marianne Stracke ist neben anderer Aufgaben Archivarin der Deutschen Provinz der Salvatorianerinnen.

Sehr anschaulich und die Geschichte würdigend stellten sie verschiedene Aspekte der spannenden und auch schwierigen Anfänge in Deutschland dar. Gleichzeitig wurde diese Dokumentation in einem Buch herausgegeben. Umrahmt wurde die Feier durch wohlklingende Musik  von Herrn H. P.  Göttgens, Steinfeld am Piano und Schwester Marion Etzel, Rom mit der Violine.

Ein gemeinsamer Imbiss im ehem. Schafstall und gute Gespräche und Begegnungen rundeten den festlichen Tag ab.

Sr. Klara-Maria Breher